Zum letzten Mal: Summer Break an der Universität des Saarlandes

Aller letzte Chance

Schon wieder Regionalcontent:

Der SummberBreak bringt die Leute zusammen. Nerds und Geeks aller Fakultäten, die wohl selten nackter und hüpfender Haut in der realen Welt so Nahe gekommen sind einerseits und Menschen, die mit Sicherheit noch nie eine Universität von Innen gesehen haben andererseits. Grosse Party.

In einer Allianz der Mediokren haben sich die führenden Qualitätsmedien der Region (übrigens allesamt Saarbrücker Zeitung/Holzbrinck) mit den üblichen Verdächtigen zusammengeschlossen, um Kohle zu machen eine Party zu veranstalten.

So tanzten die angehende Akademiker (täusche ich mich, oder ist die Zielgruppe einer solchen Veranstaltung im universitären Umfeld identisch mit der von Sat1/Pro7/RTL2?) zu einer Musik, die zwar aut war, aber keinem wirklich weh tat und aus provinziellen Grossraumdiskos hinlänglich bekannt ist.

Aber auf die Musik kam es gar nicht an. Versprochen wurde die Simulation einer Party nach amerkianischer Springbreak-Tradition. Titten und Alkohol. Nur halt nicht in Florida oder Mexiko, sondern in Saarbrücken. Die Wet-T-Shirt Wettbewerbe fanden somit auch nicht an grosszügigen Hotel-Poolanlagen, sondern in aufblasbaren Kinderplanschbecken statt. Aber hey, mit genug Alkohol im Blut, erinnert sogar die blasse Jurastudentin im zweiten Semester an Paris Hilton.

Niemand wird diese Veranstaltung auf dem Campus missen, sollte dies der letzte Sommerausbruch gewesen sein. Andere Orte bieten sich an. Da kann man sein Publikum da abholen, wo es sowieso schon liegt steht.

Und wer ist eigentlich diese Holographie eines DJs im AC/DC-Shirt, der es fertig bringt, sich über Klangskulpturen vorm Ubu aufzuregen, sie seien zu laut?

Autor: Andreas Schepers

Andreas Schepers macht beruflich was mit PR, Media Relations und Social Media für Raketen, Satelliten und Astronauten. Hier schreibt er privat über Dinge, die ihn interessieren. Von Wissenschaftskommunikation, Online-PR über Netzpolitik zu Astronauten, Pop, etc.

2 Gedanken zu „Zum letzten Mal: Summer Break an der Universität des Saarlandes“

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