Video: der russische Teil der Internationalen Raumstation ISS in HD

Das ist mal eine Überraschung. Normalerweise veröffentlicht die russische Raumfahrtagentur Roscosmos ihre Videos nur in russischer Sprache. Diese Video aber ist nicht nur auffallend aufwändig produziert (Eigene 3D-Animationen und lustige Hologramme) sondern auch mit englischen Untertiteln ausgestattet.

Im Film werden zukünftige Kosmonauten über die Internationale Raumstation ISS unterrichtet. Der Schwerpunkt der Erklärungen liegt auf dem russischen Segment der Raumstation. Eingestreut werden (inzwischen durchaus historische) Aufnahmen vom Aufbau der Station, Weltraumspaziergängen russischer Kosmonauten und dem Leben und Arbeiten an Bord der Raumstation. Erfreulicherweise liegt der Youtube-Clip auch in HD-Auflösung vor.

Und einmal fliegt sogar der deutsche ESA-Astronaut Thomas Reiter durchs Bild. 12 Minuten bestes Edutainment russischer Schule.


Durch Transnistrien

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Eine Möglichkeit, von Deutschland nach Odessa zu reisen, ist der Umweg über Moldawien. Die Hauptstadt Kischinau hat einen vergleichsweise modernen Flughafen, der zum Beispiel auch von Austrian angeflogen wird. Von dort sind es dann noch gut 200 Kilometer bis nach Odessa. Knapp 130 Kilometer davon führen durch Moldawien. Wenn man mutig ist, oder sich verfahren hat (Navis versagen, Google Maps ist mangels bezahlbarem Roaming, wenn überhaupt verfügbar, auch keine Option) fährt man den größten Teil dieser Strecke durch Transnistrien. Auf holprigen Straßen, vorbei an riesigen Feldern und ärmlichen Siedlungen.

Transnistrien ist ein von keinem anderen Staat de Welt anerkannter Ministaat auf dem Territorium Moldawiens. Während sich Moldawien in Richtung EU orientiert und sich dem großen Nachbarn Rumänien annähert, spielt man in Transnistrien Sowjetunion im ganz, ganz Kleinen. Man spricht russisch, führt Hammer und Sichel im Staatswappen und nimmt sich selbst ganz furchtbar ernst.

Um die Checkpoints zu passieren, müssen Reisende ihre Pässe vorzeigen, einen Stempel gibt es nicht, wohl aber ein Dokument, dass die Einreise belegen soll. Theoretisch. Uns haben sie kein solches Dokument ausgestellt. Bei der Ausreise wollte man das Dokument allerdings dann sehen. Bitteschön. Das Problem ließ sich nach einiger Diskussion (“Dann fahrt Ihr jetzt eben zurück und holt Euch das Papier”) und der Zahlung von 20 Euro lösen.

Fährt man durch Transnistrien, fallen einem die schlechten Straßen und die Abwesenheit von Werbung auf. Auch sieht man kaum Autos, von einigen wenigen alten Fahrzeugen aus Sowjetzeiten einmal abgesehen.

Für die Strecke Kischinau-Odessa muss man vier Stunden rechnen, wenn man jemanden hat, der einen abholt. Es gibt auch einen Bus, der die Strecke fährt, den habe ich aber nicht ausprobiert.


sciconfessions

#sciconfessions

Seit ein paar Tagen geht der schöne Haschtag #sciconfessions durchs Netz. Wissenschaftler und andere Menschen aus internationalen Sciencecommunity bekennen, was sie in ihrem Job vielleicht nicht ganz so optimal erledigen.

Ein echtes Highlight bislang ist dieser Tweet:

Mein Bekenntnis, in Wirklichkeit keine Ahnung Himmelsmechanik zu haben, hat mir gleich eine Erwähnung in der Stuttgarter Zeitung eingebracht.

Wobei ich klarstellen möchte: Ich weiss, was Keplerbahnen sind, kenne den Unterschied zwischen LEO und GEO und weiss sogar wer Walter Hohmann war. Nur die Berechnungen, wie man am schnellsten im Sonnensystem von Punkt A nach Punkt B kommt, überlasse ich dann doch lieber den Experten. Wie @rainerkresken.