Royal Republic: Everybody Wants To Be An Astronaut

So, everybody wants to be an astronaut? Honestly, I am not quite sure about that. The longer I work with astronauts, the more I respect their job. Sure, there is still a lot of fascination. But I also see how hard they have to work to archive their goals – to be one of the few human beings having the opportunity to look back on our planet from space.

A wise young lady who I met at the European Astronaut Centre put it this way:

They fly into space so we don’t have to.

And she’s right.

Земляне – Трава у Дома (Zemlyane – Trava u Doma)

Kosmodrom Baikonur. Bild: ESA

Zur russischen Raumfahrtfolklore gehört ein Song, der schon zu Sowjet-Zeiten ein echter Hit war. Die Band Zemlyane (dt. Erdlinge) singt in „Trava u Doma“ (dt. Rasen am Haus) über das Heimweh der Kosmonauten im All. Nicht nur die amerikanischen und europäischen Astronauten, die mit Ihren russischen Kollegen vom Kosmodrom in Baikonur zur Internationalen Raumstation aufbrechen, kennen den Song.

Inzwischen ist das Stück sogar ganz offiziell die Hymne der russischen Kosmonauten. So wird es zum Beispiel beim Auszug der Astro- und Kosmonauten in Richtung der Startrampe gespielt.

Der Text lautet auf deutsch etwa so:

Im Fenster taucht die Erde auf,
Im Fenster taucht die Erde auf,
Im Raumschiff-Fenster taucht die Erde auf …
So wie dem Sohn die Mutter fehlt,
So wie dem Sohn die Mutter fehlt,
So fehlt uns unsre Erde hier im All.

Auch wenn wir Sternen näher sind,
Auch wenn wir Sternen näher sind,
Sie bleiben trotzdem kalt und distanziert.
Und wie bei Sonnenfinsternis,
Und wie bei Sonnenfinsternis,
Geduldig warten wir auf warmes Licht.

Wir träumen nicht vom Lärm des Raumfahrthafens,
Und nicht von diesem eisigkalten Blau.
Wir träumen nur vom grünen, grünen Rasen,
Vom grünen Rasen vor dem Elternhaus.

Wir sind auf orbitalem Kurs,
Hier fliegt jetzt keiner außer uns,
Meteoriten säumen unsren Weg.
Verstand und Mut sind angebracht,
Und kosmischer Orchesterklang
Begleitet unser sachliches Gespräch.

In einem neblig-matten Dunst,
Verschwindet Erde unter uns,
In Morgen- oder Abendrot getaucht.
Und wie dem Sohn die Mutter fehlt,
Und wie dem Sohn die Mutter fehlt,
So fehlen Müttern Ihre Söhne auch.

Wir träumen nicht vom Lärm des Raumfahrthafens,
Und nicht von diesem eisigkalten Blau,
Wir träumen nur vom grünen, grünen Rasen,
Vom grünen Rasen vor dem Elternhaus.

Übersetzung via lyricstranslate.com

Die Band ist übrigens wohl noch immer aktiv. Zumindest veröffentlicht ihr Sänger, Sergei Skarchkov, neue Songs, aber auch Neuaufnahmen alter Hits, wie eben „Trava u Doma“. Dazu gibt es auch einen neuen Clip, der trotz computeranimierter Sojus-Rakete irgendwie nur halb so charmant ist wie der TV-Mitschnitt von 1984 weiter oben.

Ob Alexander Gerst, der nächste Europäer auf der ISS, den russischen Text schon mitsingen kann? Bestimmt.

„Земляне – Трава у Дома (Zemlyane – Trava u Doma)“ weiterlesen

China Pop: FM S.H.E.

An den drei taiwanesischen Mädels von FM S.H.E. kommt man aktuell in China nicht vorbei. Ihr elftes (!) Album läuft immer und überall und besonders der Song 宇宙小姐 (Miss Universe) kommt durchaus catchy daher mit seiner aus der Peer Gynt-Suite geklauten Hookline:

Ultra Orange & Emanuelle – Sing

Gestern, als der saarländische Rocknachwuchs den Sound checkte, brüllte mir D. die Frage zu, ob ich Ultra Orange und Emanuelle kennen würde. Kannte ich nicht.

Einige Klicks später weiss ich nun: Ultra Orange sind eine französische Rock-Band, irgendwo soundmässig in den 90er verhaftet und Emanuelle ist die Frau von Roman Polanski. Schauspielerin und Ex-Model. Klar.

Für das neue Album von Ultra Orange, dass dieser Tage wohl auch in Deutschland erscheint, hat man also Emanuelle als Sängerin verpflichtet.

Leider ist ausser dem Zugewinn an Optik kein grosser Mehrwert zu erkennen. Emanuelle Seignet singt die englischen Texte so lasziv, wie es nur eine Französin kann. Das ist sexy und sie sieht toll aus, keine Frage. Aber die Musik ist seltsam belanglos und uninspiriert. Steckt halt nicht in jedem Songwriter ein Jarvis Cocker.