Bitte zeichnet die Petition gegen Indizierung und Sperrung von Webseiten

Netzsperre, Symbolbild
Geplante Netzsperre, Symbolbild: chrisgt

Die Gründe dafür, das Gesetzesvorhaben der Bundesregierung abzulehnen, dürften bekannt sein. Daher meine Bitte an Euch: Zeichnet die Petition gegen Indizierung und Sperrung von Webseiten.

Danke!

Traum von Heiligendamm

Heligendamm - Stacheldraht
(Foto: Zadoc)

Während Nils seine Teilnahme an der Grossdemo in Rostock vorbereitet, artikuliert sich, ausgerechnet beim grössten Medienmulti im Netz, Murdochs MySpace, der musikalische Widerstand. Gegen G8 und den Zaun. Oder so.

Professionell gehen die Aktivisten Kommunikationsprofis von dropping knowledge das Thema G8-Gipfel in Heiligendamm an. Zum Gipfel wurde eingenst eine neue Online-Plattform eingerichtet, auf der – unter dem Motto – We Are Watching You (gemeint sind die Regierungen, denke ich) – Bilder, Fotos und Texte von den Anti-G8 Demonstrationen gesammelt werden sollen. Es bleibt abzuwarten, ob das eine ähnlich grosse Aufmerksamkeit generieren kann, wie der Table of Free Voices in Berlin im letzten September.

Und ich? Ich werde nicht nach Rostok fahren. Obwohl ich die Beweggründe vieler, die es tun nicht nur verstehen kann. Dennoch. Kognintive Dissonanz beschreibt vielleicht am besten, was ich zu G8 und der jetzt im Vorfeld stattfindenden Diskussion empfinde. Durch die eskalierenden Bestrebungen auf beiden Seiten, sowohl auf Seiten der Veranstalter des Gipfels als auch auf Seiten dessen Gegner, scheint es gerdezu zwngsläufig auf eine gewalttätige Konfrontation hinauszulaufen.

Und wem nützen dann die Bilder von harten Polizeieinsätzen, den Zaun überwindenwollenden Demonstranten, Festnahmen und Wasserwerfern?

Der berechtigten Globalisierungskritik sicherlich nicht.

Que de la Propagande pour Sarko?

Sarkozy
(Sarkozy wird mit dem gebührenden Respekt empfangen. Foto: Andreas Milles)

Quelle réception chaleureuse du ministre aux web3 – ou comment tuer sa propre réputation lors d’une seule conférence. N’est-ce pas, Loic?

Des bons aperçus de la perspective allemande sur ce coup médiatique se trouve chez netzpolitik.org et Nicole Simon. Ou, d’un point de vue plus international, ici.

Welch herzlicher Empfang für den Minister – oder wie man seinen Ruf mit einer einzigen Konferenz ruiniert.

Jetzt bin ich doch ganz froh, nicht zur von Frankreichs Überblogger und Europachef von SixApart, Loic Lemeur organisierten Grosskonferenz gefahren zu sein. Wenn ich das alles richtig verstehe, ist folgendes passiert:

Das bereits bekannte Konferenzprogramm wurde spontan gekippt, da als Überraschungsgast (plötzlich) Shimon Peres zur Verfügung stand. Dieser Auftritt gebe der Konferenz „eine neue Dimension“ so Lemeur. Daher lud er spontan die drei aussichtsreichsten Präsidentschaftskandidaten ein, ebenfalls am nächsten Tag auch auf der Konferenz zu sprechen.

Die Gelegenheit beim Schopf ergriffen (oder war es von langer Hand geplant und die Mail an Ségolène Royale nur noch Formsache) hat Nicolas Sarkozy. Seines Zeichens Innenminister, Möchtegern-Präsidentschaftskandidat der Rechten und Spezialist für das Reinigen von Vorstädten. Ausserdem gesichtet wurde François Bayrou, der andere, allerdings chancenlose, Kandidat der bürgerlichen Rechten. Ségolène Royal hingegen, wurde nicht gesehen.

Um den Kandidaten ein angemessenes Forum zu bieten, wurden offensichlich Refebeiträge eingeladener Referenten stark gekürzt, Panels zusammengelegt.

Nicht nur Dieter „Knallgrau“ Rappold ist richtig sauer. Auch Nicole Simon fühlt sich als lebendige Kulisse missbraucht.

Es ist schon erstaunlich zu sehen, wie jemand seine Glaubwürdigkeit und guten Ruf, die er als europäischer Web 2.0-Apostel ausserhalb Frankreichs hat, aufs Spiel setzt, um einem Kumpel einen Gefallen zu tun.

[via]