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Voyager's "Golden Record"

Herzliche Grüße an alle! – Voyager’s Golden Record: Musik für Aliens

Als Voyager 1 vor fast 36 Jahren startete, gab man der Sonde eine ganz besondere Nutzlast mit auf die Reise. Obwohl man wohl damals nicht damit rechnen konnte, dass Voyager einmal das Sonnensystem verlassen würde (hat sie vielleicht auch noch gar nicht), hat die Menschheit einen Gruß an die Ausserirdischen da draußen verfasst.

Eine vergoldete Kupferplatte, auf der analog Bild- und Tondokumente gespeichert wurden nebst einem Cover, das schematische Darstellungen enthält, wie die Platte abzuspielen ist und darüber hinaus Hinweise enthält, wo unsere Sonne zu finden ist.

Zwar ist Voyager 1 inzwischen stolze 124 Astronomische Einheiten (über 18 Milliarden Kilometer, also 124 mal weiter als die Erde) von unserer Sonne entfernt und noch hat unsere Botschaften keinen Alien erreicht. Wenn es in einer fernen Zukunft doch einmal dazu kommen sollte, werden die Ausserirdischen in 55 Sprachen begrüsst. Auch auf Deutsch. Neben den Grußbotschaften finden sich aber auch musikalische Werke, die stellvertretend für die irdischen Kulturen stehen. Neben Stücken von Louis Armstrong und Chuck Berry haben es Werke von Bach und Mozart auf die exklusivste Schallplatte des Sonnensystems geschafft.

Eine faszinierende wie rührende Vorstellung, dass dereinst mal die im interstellaren Raum vor sich hin treibende Sonde von Aliens gefunden und untersucht wird. Wenn es soweit sein wird und falls sich die Anderen tatsächlich auf den Weg zu uns machen, wird sich auf der Erde vermutlich niemand mehr an die goldene Schallplatte erinnern.


Shirley Bassey singt über Astronauten

1979 besuchte Dame Shirley Bassey, Goldfinger, ihr wisst schon, das Kennedy Space Center der NASA. Dort traf sie auch Moonwalker Pete Conrad, der sich ganz charmant mit der Britin unterhält. Und natürlich darf die Fragen aller Fragen an einen Astronauten nicht fehlen. Eingerahmt wird das Geplauder von Bassey’s Interpretationen von “Small World”, bei dem sie im Astronautenanzug in einem Modell der Apollo-Raumfähre rumturnt und dem Song “Stargazer”. Während beider Songs sind ganz eindrucksvolle Bilder der Apollo-Mondlandemissionen zu sehen, die in der Kombination mit dem Shirley Bassey-typischen Sound eine ganz besondere Wirkung erzeugen.

Via Carl auf Facebook.


Jesco von Puttkamer (1933 – 2012)

Jesco von Puttkamer
Foto: Andreas Schepers, BY-NC-SA 2.0

Raumfahrtpionier, NASA-Ingenieur und SciFi-Autor Jesco von Puttkamer ist gestern im Alter von 79 Jahren verstorben. Puttkamer dürfte vielen Deutschen aus den Medien bekannt sein, als der nette Onkel aus Amerika, der uns für die Raumfahrt begeisterte.

Jesco von Puttkamer wurde 1933 in Leipzig geboren, wanderte 1962 in die USA aus und schloss sich dort der Gruppe um Wernher von Braun an, die am Apollo-Programm der NASA arbeitete. Anschliessend war von Puttkamer als Ingenieur an der Entwicklung des Skylab und des Space Shuttle beteiligt.

Bis zuletzt war von Puttkamer als Mitarbeiter der NASA aktiv. Er war für die täglichen On Orbit Status Reports der ISS zuständig.

Ich hatte die Freude, von Puttkamer im Oktober 2012 kurz kennenlernen zu können, als er das Europäische Satellitenkontrollzentrum ESOC in Darmstadt besuchte und dort über die frühen Jahre der Nasa berichtete.

Mit Jesco von Puttkamer geht ein weiterer großer Raumfahrer.

via SpaceRef


NASA Johnson Style

Wie toll ist das denn? Eine Gangnam Style-Parodie von der NASA. Mit echten Astronauten.

Als ich das Video gerade zum ersten Mal gesehen habe, wusste ich nicht so genau ob ich lachen oder weinen soll. Lachen, weil es die NASA es so gut versteht, sich und ihre Aktivitäten zu verkaufen und dabei auch nicht davor zurückschreckt, mal so richtig albern zu sein. Weinen, weil ich ahne, dass wir so etwas niemals tun würden.

Schade eigentlich.


Mars Science Laboratory Curiosity Rover: 7 Sekunden Terror

Was für ein krasses Video, das die PR-Kollegen von NASA Jet Propulsion Lab da produziert haben. Das muss man sich erst einmal trauen:

Der Titel “Curiosity’s Seven Minutes of Terror” ist mutig gewählt. Die Verwendung des Begriffs “Terror” in diesem Zusammenhang ist überraschend für eine Behörde eines Staates, der sich seit über 10 Jahren in einen “Krieg gegen den Terror” befindet. Dabei sterben Menschen, keine noch so teueren Raumfahrtapparate.

Trotzdem, das Video zeigt, wie zeitgemässe Raumfahrtkommunikation aussehen kann. Nämlich emotional in der Ansprache, mitreissend erzählt mit fesselnden Bildern.

Und die Hauptaussage ist so amerikanisch, wie sie nur sein kann: Was wir da tun ist kühn. Wir können scheitern. Aber wir glauben daran, erfolgreich zu sein.

Am 6.8. werden wir wissen, ob diese technisch anspruchsvolle wie kühne Vorhaben erfolgreich war und der Rover Curiosity für zwei Jahre den roten Planeten erkunden wird.