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Zeitgeist 2012

Foto: Hypem.com, illustrated by Justin Wallis

Die schönste und beste aller Jahresbestenlisten kommt, wie eigentlich jedes Jahr, von der Hypemachine. Jenem Musikblog-Aggregator, den man nicht mehr missen möchte, wenn man sich für musikalische Neuentdeckungen interessiert. (Spotify-Nutzer sollten sich die Hypem-App installieren).

Zugegeben: an der Spitze des Zeitgeistes 2012 stehen bekannte Namen. Sogar das singende H&M-Model der aktuellen Saison hat es auf die vorderen Ränge geschafft. Dafür bergen die restlichen 49 am meisten gebloggten Künstler 2012 dann doch so einige Überraschungen.

Zeitgeist 2012


Light Asylum – Dark Allies

Light Asylum

Hach!

Da höre ich mal wieder zufällig Thomas Elberns Spielraum im Deutschlandfunk und dann legt der Mann so etwas auf:

Light Asylum, ein junges Duo aus New York, das sich respektlos über den elektronischen Klangvorrat von 80er-Jahre Indie und Gothic hermachen, wie es nur Musiker tun können, die erst ein Jahrzehnt später geboren wurden.

Das Video! Diese Stimme! Shannon Funchess klingt wie Grace Jones als Frontfrau der Fields of the Nephilim.

Dark Allies – Light Asylum from Grant Worth on Vimeo.

Ihre Debut-EP In Tension auf Mexican Summer ist bereits vergriffen. Für unter 4$ gibt es aber noch die vier Tracks als Download.

Übrigens: Light Asylum sind im Sommer wohl in Berlin und suchen neben einem Booking Agent für Europa noch Engagements. Weitere Details dazu auf ihrer Facebook-Seite. Würde ich Parties veranstalten, stünden Light Asylum ganz oben auf meiner Liste.

Light Asylum: Website, Twitter, Facebook, Soundcloud.

Die Hype Mashine kennt die Blogs, die Light Asylum im Detail vorstellen.


Austra – Lose it (Album “Feel it break”)

Austra -Feel it break

Damit kriegt man mich immer. Sofort!

Es scheint die richtige Zeit für Austra gekommen zu sein. Die einschlägigen Kritiker äussern sich hingerissen bis euphorisch, die Musikblogs haben sie zu ihren aktuellen Lieblingen erklärt. Heute Abend spielen sie auf dem c/o pop in Köln.

Die Musik des kanadischen Trios pendelt munter zwischen 80er New Wave, Synthie- und Gothic-Pop. Vergleiche, insbesondere stimmlich mit Karin Dreijer Andersson (The Knife und Fever Ray) drängen sich zwar auf, verlieren aber an Bedeutung, je länger man sich dem Album beschäftigt. Denn Austra beeindrucken mit einem ganz eigenen Stil, melodiösem Gesang und grandiosem Electro-Sound.

Nach dem Klick gibt es das Video zu “Lose it” und als Download via Soundcloud.
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Pomplamoose – Telephone (Lady Gaga & Beyoncé) Cover

Lady Gaga und Beyoncé. Der aktuell wohl feuchteste Traum der Musikindustrie feiert mit einem wohl geplanten Viral gerade bemerkenswerte Erfolge. Die Official Explicit Version hat es innerhalb weniger Tage auf über 18 Millionen Abrufe bei Youtube geschafft und ist mindestens in einer Russ Meyer’schen Tradition optisch bemerkenswert.

Viel interessanter ist aber dies hier: Nach dem durchaus gelungenen Cover von Single Ladies (Put A Ring On It) von im Original von Beyoncé, versucht sich das Duo Pomplamoose nun an einer Interpretation des oben genannten Songs.

Und mit dem Rückenwind, den ein Posting bei Mashable so mit sich bringen dürfte, geht das noch viel bessere Telephone ebenfalls den Weg alles viralens. Zum Beispiel in dieses kleine Blog.

Ich mag sowas ja.


ShokolaD – Ethno Jazz aus der Ukraine

Denkt man an Ukrainische Popmusik fallen einem hierzulande wahlweise Drag Queens oder wild tanzende pseudo Folkloristen ein.

Dass die Ukraine in Sachen Musik noch viel mehr zu bieten hat, steht außer Frage. Nur leider schaffen es die wirklich interessanten Indie-, Electro- oder eben Jazz-Acts selten, Aufmerksamkeit außerhalb ihrer lokalen Szene zu erlangen.

Schade eigentlich, denn da gibt es zum Beispiel die Band ShokolaD, die auf ganz und gar unerhörte Weise Jazz mit ukrainischer Folklore kreuzt und auch vor dem Einsaz von Elektronik nicht zurückschreckt.

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