Das Casino in Constanța, Rumänien

Constanta Casino Panorama

Constanța, Rumänien. Eine Hafenstadt am Schwarzen Meer, die ihre beste Zeit hinter sich hat. Der Hafen, angeblich grösser als der von Odessa, eine vor sich hin verfallende Altstadt und der in Beton gegossene Albtraum kommunistischer Urlaubsplanwirtschaft. Hauptattraktion ist das Casino am Meer, das einen morbiden Charme versprüht. Bis vor ein paar Jahren wohl noch öffentlich zugänglich, wartet es nun verschlossen und bewacht auf seine Renovierung.

Nach einer kurzen Unterhaltung mit dem Wachpersonal und einigen guten Argumenten ist es uns dennoch gelungen, in das Gebäude zu gelangen. Hier – ziemlich exklusiv – Bilder aus dem Inneren des Jugendstil-Casinos, das übrigens im Film „Brothers Bloom“ mit Rachel Weisz und Adrien Brody sehr schön in Szene gesetzt wude.
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Digitale Polaroid(TM) Fotos: Old School mit Polardroid

Das ist ja mal hübsch: Aus Frankreich kommt die kleine Software Polardoid, die aus schnöden Digitalfotos ganz charmante Polaroids zaubert. Digitial natürlich. Genauso natürlich hat Polardroid nichts mit der Marke Polaroid zu tun. Aber dennoch, oder vielleicht gerade deswegen, macht die Software grossen Spaß:

Man zieht per Drag & Drop einfach ein Foto auf eine Polaroidkamera, diese gibt ein Foto aus – bei dessen Entwicklung man zuschauen kann. Angeblich soll wedeln und pusten den Entwicklungsprozess beschleunigen.

Das Resultat kann sich sehen lassen. Polardroid zaubert aus kalten Digitalfotos hübsche, irgendwie alt aber dafür warm wirkende Pseudeo-Poleroids.

Dar Spass ist kostenlos und derzeit nur Mac OS X zu haben. Das Programm kommt halbherzig lokalisiert auf Englisch daher, die Dokumentation (die kein Mensch braucht) ist auf Französisch.

[via Rivva]

36,9°

Wärmebild
Wärmebild

Lustiges Spielzeug, so eine Wärmebildkamera. Allerdings auch ein teures. Für knapp 5000 Euro kann man sehen, aus welchen Ritzen Wände Wärme verlieren. Oder dass man eine kalte Nasenspitze hat.

Kleines Fotoalbum: Privoz-Markt in Odessa

Kugelfisch
Kugelfisch. Alle Fotos: ich

Mitten in der Stadt, gleich hinter dem Bahnhof liegt der Privoz, ein grosser Markt auf dem es neben Lebensmitteln, so ziemlich alles zu kaufen gibt, was das Herz begehrt. Allerdings gibt es nicht wenige Odessiter, die dem alten Privoz nachtrauern, denn der Neue Privoz wartet neben den alten auch mit ganz neuen Markthallen auf. Früher, so heisst es, hätte es nur Lebensmittel gegeben.

Dennoch ist der Privoz unbedingt einen Besuch wert. Bei meiner ersten Visite im letzten Jahr war ich mächtig beindruckt von der Fleischhalle, in der ganze Schweine und Rinder vor den Augen der Kunden zerlegt werden. Allerdings wirkte das auf mich, der sein Fleisch aus dem Supermarktregal holt, einen derart archaischen Eindruck, dass ich mich gar nicht getraut hatte, zu fotografieren.

Aber die Menschen dort sind freundlich und halten gerne mal ein Schwätzchen und lassen sich auch ganz gerne fotografieren:

Fish at Privoz Market, Odessa

Auf dem Fischmarkt gibt es, genau: frischen Fisch.

Meat at Privoz Market, Odessa

Dieser Fleischer war hoch erfreut, als er hörte, dass ich aus Deutschland komme. Northrhine-Westphalia? Dortmund? – No. Essen! – Oh, I know! Good City!

Meat at Privoz Market, Odessa

Privoz, Odessa

Bergeweise Fleisch

Quark

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Ich hatte keine Ahnung, was Quark ist. Das was auf dem Privoz an grossartigen Quarksorten angeboten wird, hat mit dem Quark, wie ich ihn in aus Deutschland kenne, nichts zu tun. Quark gibt es in verschiedenen Fettstufen und Konsistenzen und eignet sich als Brotaufstrich oder zur Verfeinerung aller möglichen Speisen

Cheese at Privoz Market, Odessa

Privoz, Odessa

Käse gibt es auch. Reichlich!

Sigur Rós in Swasiland

Swaziland
(© Sigur Ros / Unicef)

Ich bin hin und hergerissen. Ist das jetzt Kitsch? Die Ästhetisierung von Armut und Elend? Oder vielleicht doch einfach gute Fotos von künsterlisch talentierten Menschen?

Sigur Rós waren für die (?) / mit der (?) Unicef in Swasliand. Das ist eine Enklave in Südafrika. Extreme Armut, extreme Aids-Rate. Dort haben die Isländer Fotos gemacht. Schöne Fotos. Keine Frage. Anstrengend aber ist die offizielle Unicef-Website der Aktion, wo als Hintergrundmusik zur Flickr-Slideshow – natürlich – Sigr Rós läuft. Das funktioniert leider nicht wirklich gut.

Besser wirken die Fotos direkt bei Flickr.

[via]