Liveblogging: Pseudowissenschaftliche Scharlatanerie

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Jetzt kommt ein persönlicher Messehöhepunkt. Human Brain and Computing. Vorgetragen von den yogischen Fliegern um Alerik Arenander und Tom Routt vom Brain Research Institute. (Programminformation)

Ich habe keine Ahnung, wie die sich in das Programm des Future Talk gemogelt haben. Auf jeden Fall sitzt dort ein Proband mit Badekappe und einigen Kabeln, die in eine rätselhafte Box münden.

Aktuell fabuliert der Sprecher über Natural Leadership durch simple mentale Techniken. Oder so…

Jetzt werden lustige Animationen gezeigt, wie durch Meditation die Gehirnzellen nur so blitzen.

Das Publikum ist sehr gemischt: Auf der einen Seite seriöse Forscher, den das Entsetzen über das Dargebotene in den Gesichtern steht, auf der anderen Seite beige bekleidete Damen und Herren die den Umstehenden Flyer mit schönen Titeln wie „Bildung und Bewusstsein“ verteilen.

Überhaupt haben sich die Anhänger der tranzidentalen Computer Meditation bestens organisiert. Konzentriert wird mitgefilmt und jede kritische Äusserung aus dem Publikum registriert.

So, der Spuk ist zu Ende. Was habe ich gelernt? Wenn ich mit Hilfe dieser Businessbuddhisten erlerne, mein Gehirn in ein quasi premortales Stadium (schicke regelmässige Muster der Gehrinströme) zu versetzen, werde ich der schönste erfolgreichste Mensch der Welt. Oder wie es an ihrem Stand heisst: Ich kann dann Deutschland unbesiegbar machen.

Ich freue mich, wenn ich wieder zu Hause bin. Ehrlich.

Blogwinkel

Peter kam hier gerade vorbeigerollert. Sehr entspannt. Ist ja auch sein einziger Tag hier. Wir haben leider nur sehr kurz geplaudert. Viele Grüsse nach Frankfurt/Main.

Micro AUV – Autonome Unterwasserfahrzeuge

Roboter Werkstatt
(Roboter in der Werkstatt, Foto: ich)

Die Kollegen vom DFKI Labor Bremen haben auf dem Messestand ein grosses Aquarium aufgebaut. In den knapp 3000 Litern besten Hannoveraner Trinkwassers schwimmen tauchen die wahrscheinlich kleinsten autonomen Unterwasserfahrzeuge der Welt.

Bei dem Exponat geht es darum, Sotware zu entwickeln, die es ermöglicht, autonome Roboter unter Wasser schwierige Arbeiten erledigen zu lassen.

Da die relativ einfach zu erreichenden Rohstoffe weltweit knapp werden, wendet man sich nun auch der Ausbeutung der unter den Weltmeeren liegenden Rohstofflagern zu. Ab einer gewissen Tiefe ist aber auch für Sättigungstaucher irgendwann einmal schluss. Auch will man Menschen nicht wirklich 3 Monate lang in Druckkammern leben lassen, damit sie in bemannten U-Booten in grossen Tiefen arbeiten können.

Kleine Autonome Unterwasserfahrzeuge nach dem Klick

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CeBIT Halle 9

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Die schönste Halle der Messe in Hannover. Inhaltlich sowieso. Aber auch das Dach. Freitragend.

Ein Laptop pro Kind

One Laptop Per Child

Red Hat zeigt das One Laptop Per Child-Notebook. Dabei handelt es sich um einen Prototypen, der in kleiner Anzahl produziert wurde und derzeit von kleinen Anwendergruppen und Entwicklern getestet wird.

Das kleine Gerät sieht tatsächlich aus wie ein Kinderspielzeug. Aber es funktioniert. Auf dem Red Hat-Stand lief die Kiste am Red Hat-WLAN (was allerdings dann mal kurz zusammenbrach).

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Sektfrühstück

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CeBIT, Tag 5. Der fängt gut an. Das Kompetzenzzentrum Informatik der Universität des Saarlandes ist heute Ort im Land der Ideen. Gefeiert wird mit Sekt und Salzgebäck. Morgens um zehn. Sehr gut, angeheitert lässt sich auch dieser Tag noch besser überstehen.

Herzlichen Glückwunsch, liebes Kompetenzzentrum!