dpa über Mp3-Blogs

Au Weia. Gestern hat die dpa einen Artikel über Mp3-Blogs veröffentlicht, der es auch in die Welt Kompakt (hey, die liegt an meiner Bushaltestelle aus) geschafft hat.

Ich habe selten einen so oberflächlichen, verwirrenden Artikel über Mp3-Blogs gelesen wie diesen. Denn eigentlich geht es eher um Radio- und Videosender wie last.fm oder tunespoon.tv. Natürlich fehlt beim Bussword Shootout nicht der Hinweis auf MySpace, das allenernstes lapidar als Mp3-Blog bezeichnet wird. Und natürlich wird noch einmal die Legende der Arctic Monkeys und von Clap Your Hands And Say Yeah erzählt.

Niedlich auch, ausgerechnet einen BITKOM-Vertreter zu zitieren:


„Der Hauptreiz der Musik-Blogs ist, dass jeder schnell und ohne großen Aufwand seine Stücke veröffentlichen kann“, erklärt Florian Koch, Bereichsleiter Digitale Medien beim Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in Berlin. Auch sei es reizvoll, dass andere Nutzer den Beitrag direkt kommentieren können, sagt Koch: „Für unbekannte Bands ist es eine Möglichkeit, ihr Publikum zu finden.“

Echt jetzt?

Ein ganz kleines bisschen mehr Recherche bitte. Oder mehr Reflexion bei der Übernahme von dpa-Material. Nach meinem Verständnis sind Mp3-Blogs solche, wie sie z.B. hier oder da gelistet werden. Oder verstehe ich da was falsch?

Mit Bloggern pinkeln: per Anhalter durch die Blogosphäre

Bei der Thresenschlampe stehen sie alle friedlich vereint vor den Urinalen: Nilz, René, Alexander, Jan, David und Thorsten, der ersteinmal schaut, wie die andern pinkeln, um es dann genau so zu machen. Ich stelle mich dazu, überlege kurz, über den Mythos des Abschlackerns zu refererieren, verkneife es mir aber dann doch. Bevor wir wieder in das Auto den Bus steigen, hinterlassen wir aber noch schnell einen Tag an der Klowand.

Platz 37!

Da Technorati endlich mal die auf dieses kleine Blog zeigenden Sites neu gezählt hat (279), konnte sich Glück auf! in den deutschen Blogcharts auf Position 37 vorschieben.

Ja ich weiss, Technorati spiegelt uns nur eine Realität wieder.

Gruselkabinett

Andreas, Anno 1991

Kollege MC Winkel baut gerade Klein Bloggerdorfs erstes Gruselkabinett auf.

Nach dem Felix grossen Mut bewiesen hat, zeige ich auch gerne mal mein Gerade-eben-nicht-mehr-80er-Möchtegern-Popper-Gesicht. Führerschein von 1992, Foto etwas älter.

Ganze Texte

Jörg Kantel ist ein Blogger alter Schule. Sein Blog, der Schockwellenreiter, hebt sich ja von anderen Qualitätsblogs davon ab, dass der Schockwellenreiter auf eine erfrischend altmodische Art bloggt. Im Grunde ist sein Blog eine annotierte Linkliste. Mir persönlich gefällt die Filter-Funktion eines solchen Blogs.

Dass Jörg Kantel aber auch ganze Texte schreiben kann, habe ich zwar geahnt aber nicht gewusst. Den hier sollte man lesen: Liebesbrief an Neukölln in der Zeit online.