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Go Luca! ESA-Astronaut Luca Parmitano auf dem Weg ins All

ESA-Astronaut Luca Parmitano

ESA-Astronaut Luca Parmitano

Wenn am 28. Mai um 22:31 Uhr vom Weltraumbahnhof Baikonur die nächste Sojus-Rakete zur Internationalen Raumstation ISS startet, ist er mit dabei: Luca Parmitano. Luca ist der erste aus der Gruppe der sechs neuen Astronauten, die 2009 von der ESA ausgewählt wurden, der ins All fliegen wird.

Nach Luca stehen schon Samantha, Alexander und Tim in den Startlöchern. Sie werden 2014 bzw. 2015 auch für Langzeitmissionen zur ISS starten.

Luca hat neben seiner Grundausbildung am Europäischen Astronautenzentrum in Köln sich auch zwei Jahre auf die nun vor ihm liegende Mission in Russland und den USA vorbereitet.

Lucas Mission heisst Volare. Was für einen italienischen ESA-Astronauten gar nicht soweit her geholt ist.

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Chris Hadfield mit Matroschka und lustigem Hut

Expedition 35 Landing (201305140034HQ)
Drei müde Raumfahrer und viele andere wichtige Männer (Foto: NASA)

Zu den etwas bizarren Riten in der internationalen Raumfahrt gehört es ja, dass die Raumfahrer, kaum dass sie wieder festen Boden unter ihren Füßen haben, in Kasachstan vor die Kameras gezerrt werden.

In Kasachstan ist man stolz, dass von dort aus (noch) die russischen Sojus-Raketen starten und dass ihre Steppe der traditionelle Landeplatz für die von der ISS zurückkehrenden Kosmonauten und Astronauten ist.

So stolz, dass man jede Crew kurz nach der Landung in eine traditionelle kasachische Tracht hüllt und ihnen eine schönen Hut aufsetzt. Diesmal hat es sogar noch für ein Saiteninstrument (weiss jemand wie das Ding heisst?) und eine personalisierte Matroschka gereicht.

Die kanadische Raumfahrtagentur hat auch einen kurzen Youtube-Film dazu:

Noch mehr lustige Hüte nach dem Klick: Weiterlesen


ISS-Kommandant Chris Hadfiled singt “Space Oddity” von David Bowie

Und das Beste kommt zum Schluss. Der Kanadische Astronaut Chris Hadfield hat mit seiner jetzt zu Ende gehenden Mission die Messlatte in Sachen Raumfahrt-Social-Media gleich mal ein paar Meter höher gelegt. Nicht nur, dass er extrem erfolgreich twittert und dabei mit Captain Kirk ein Schwätzchen hält, auch seine Youtube-Videos, in denen er kleine Experimente in Schwerelosigkeit demonstriert, sind sehr erfolgreich. Das Video, in dem er einen nassen Lappen auswringt, bringt es auf – für Videos dieser Art – sensationelle 7,5 Mio Abrufe.

Jetzt, zum Abschluss seiner Mission, bringt uns der Kanadische Kommandant der Raumstation ein Ständchen. Und welcher Song würde besser passen als das etwas wehmütige Space Oddity von David Bowie? Hadfield gelingt das Kunstück, zu keinem Zeitpunkt peinlich zu wirken. Im Gegenteil, man nimmt ihm den Major Tom ab. Das Video wirkt einfach, aber die Produktion muss viel wertvolle Zeit gekostet haben. Hut ab!

Ich verneige mich vor Hadfield als Raumfahrt-Kommunikator, seinem Sohn, der für die Umsetzung der Social-Media-Kommunikation verantwortlich zeichnet und den Kommunikationsteams der Kanadischen Raumfahrtagentur CSA und der NASA. Es wird eine Herausforderung, die Latte zu überspringen.

Chris Hadfiled wird heute, am 13. Mai zur Erde zurückkehren:
Well done, Commander. Safe travels home.


Der erfolgreichste Astronauten-Twitter-Account aller Zeiten wird von seinem Sohn betreut – von Darmstadt aus

Seit 2009 schon können die Astronauten an Bord der internationalen Raumstation live twittern. Auch die ESA-Astronauten Paolo Nespoli und André Kuipers schickten Tweets und vor allem atemberaubende Fotos der Erde aus dem Orbit. André Kuipers hatte sich gegen Ende seiner Mission eine treue Fangemeinde von 270.000 Followern zusammengezwitschert.

Noch mal eine Schippe drauf legt jetzt der Kanadier Chris Hadfield, auch als Commander Hadfield bekannt. Auf der Raumstation als Kommandant und Wissenschaftler tätigt, ist er im Netz ein echter Star. Nach drei von sechs Monaten Dienst auf der Station hat er schon die halbe Million-Marke geknackt.

Aus gutem Grund. Seine Tweets sind witzig, seine Fotos großartig und seine Dialoge legendär:

Dass ein Astronaut an Bord der Station der Flut an Tweets, die auf ihn einprasseln, alleine nicht Herr werden kann, versteht sich von selbst. Schließlich sind die Jungs und Mädchen im All um zu arbeiten und nicht nur um zu singen und zu tiwttern.

Und so hat auch Chris Hadfield Hilfe am Boden. Erstaunlicherweise ist es sein Sohn Evan, der für ihn den Social Media-Manager macht. In einem Interview mit dem kanadischen Sender Global National spricht er darüber, wie er seinem Vater zur Hand geht:

Richtig lustig wird die Geschichte, wenn man sich klar macht, dass Evan Hadfield den ganzen Social Media-Buzz um die Mission seines Vaters per Notebook aus Deutschland steuert. Ausgerechnet aus dem angeblich verschlafenen Darmstadt.

Und ganz ehrlich: Als die Anfrage um einen Kommentar der ESA dazu, bei mir aufschlug, musste ich erst einmal beim kanadischen Journalisten nachfragen, ob ich mich nicht vielleicht verhört hätte.

Leider kommt mein Kollege Daniel Scuka in dem Video viel zu kurz nur zu Wort. Daniel, ein Landsmann und Fan des Commanders, kümmert sich bei der ESA in Darmstadt u.a. auch um Social Media Kanäle wie @ESAoperations und diverse Blogs.

Raumfahrt ist ein Familienbetrieb und die Welt ein Dorf.


Raketenwecker

Raktenwecker – nicht nur für Astronauten, heisst es bei Tchibo. Leider scheint das Ding dort schon ausverkauft zu sein.

Aber offensichtlich hatte ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti Glück und hat das gute Stück noch im Handel gefunden:

Will ich auch haben. Klar.

Bonustrack: Raketenweckervideo
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#ILAtweetup

Am ILA-Freitag hatte ich – wieder einmal – die große Freude, einen Spacetweetup moderieren zu dürfen. Wieder haben ESA und DLR Tweeps aus ganz Europa eingeladen, einen Tag ganz im Zeichen der Raumfahrt zu verbringen.

Das Video oben ist am Ende der Veranstaltung entstanden – und wohin man blickt: glückliche Gesichter: Mission erfüllt.

Mehr zum #ILATweetup bei Twitter. Fotos hier, hier (Facebook!), hier und hier.

Ausserdem hat Gregor seinen Eindruck aufgeschrieben.

Update: Jens Best hat auch Fotos gemacht.


Helge Schneider repariert das Hubble-Teleskop: Schraube verloren, Werkzeug vergessen

“Helge Schneider improvisiert aus Anlass der Reparatur des Hubble-Teleskops” Das gehört sicherlich zu den bizarrsten Dingen, die jemals in deutscher Sprache zum Thema Weltraum für das Fernsehen produziert wurden. Helge Schneider, als namenloser US-Astronaut (oder auch als er selbst) verliert bei der Reparatur des Hubble-Weltraumteleskops einige Schrauben, die fortan als “kleine Monde unseren schönen Planeten umkreisen”. In einem atemlosen Interview berichtet Schneider über seine Mission, philosophiert über Weltraumschrott und spielt – natürlich – uns noch ein kleines Musikstück.

Unfassbar. Wie so vieles von dctp.tv.