Siriusmo – Mosaik und „Pearls & Embarrassments“

Siriusmo - Mosaik

Da blogge ich jahrelang nicht mehr über Musik – und jetzt das: das zweite Posting in Folge. Das kommt davon, wenn man mal wieder einen Tag im Netz verbringt und sich durch die Musikblogs klickt.

Genug der Vorrede. Es soll hier um Siriusmo gehen, einen sympathisch schüchternen jungen Mann Chaoten aus Berlin, der vor ein paar Monaten endlich sein Debutalbum Mosaik auf Monkeytown Records (dem Modeselekor-Label) veröffentlicht hat. Vorher war der gute Mann vor allem durch seine Remix-Arbeiten und gelegentliche EP(!)-Veröffentlichungen bekannt.

Offensichtlich ist das, was der Reporter vom Deutschlandfunk im Stück über Siriusmo über dessen Studio sagt, wahr. Die im Heimstudio angehäuften Synthesizer-Raritäten und Spielzeuginstrumente sind auf Mosaik unüberhörbar.

„If you can’t dance to this, something’s definitely wrong with you.“

Stilistisch greift Siriusmo auf Mosaik ganz tief in die verschiedenen Klangklötzchenkisten und baut damit einen grandiosen Sound zusammen, der fröhlich zwischen Electro, Electronica, Dubstep, HipHop und diversen anderen Spielarten zeitgenössischer Tanzmusik oszilliert. Es groovt und treibt, dass eine echte Freude ist. Wer dazu nicht tanzt oder zumindest mit den Füssen wippt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Und als wäre das Album nicht schon grossartig genug, schieben Monkeytown jetzt noch die Antologie „Pearls & Embarrassments“ mit Werken von 2000 bis 2010 nach, die es wohl vorher nur auf Vinyl gab.

In diversen Interviews spricht Siriusmo davon, dass er nicht gerne live auftritt. Glücklich können sich also die Teilnehmer am Melt!-Festival schätzen, da spielt Siriusmo nämlich mal.

Und einen Gedanken muss ich noch loswerden: Bin ich der einzige, der sich bei Siriusmo von der Persönlichkeit, der Arbeitsweise und der Kreativität an einen jungen Richard D. James erinnert fühlt? Nein? Dann ist ja gut.

Siriusmo – „Einmal in der Woche schreien“

Drüben, bei de:bug, gibt es ein kleines Interview mit Siriusmo, xl8r.com hat den Titeltrack Mosaik als Promo-Download.

Deep in Velvet (Aphex Twin Remix)

Velvet Ant
(Foto: Velvet Ant von kathycsus)

Gerade las ich, der alte Indie Recke Phillip Boa veröffentliche im August ein neues Album. Beim Stöbern auf der offiziellen Boa-Website fand ich dann dies:

Eine der absolut besten Remix-Arbeiten von Richard D. James von 1995.

Phillip Boa – Deep in Velvet (Aphex Twin Remix)

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.