Viral in der Ukraine: Putin Schmähgesang „Путин хуйло“ wird zum Mem

Selten findet der Fussball-Fangesang ein nachhaltiges Echo ausserhalb der Stadien. Anders aktuell in der Ukraine. Ultras des ostukrainischen Vereins Metalist Charkiv aus Charkiw haben mit „Путин хуйло“ ein sich rasend schnell verbreitendes Mem geschaffen.

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Chris Hadfield mit Matroschka und lustigem Hut

Expedition 35 Landing (201305140034HQ)
Drei müde Raumfahrer und viele andere wichtige Männer (Foto: NASA)

Zu den etwas bizarren Riten in der internationalen Raumfahrt gehört es ja, dass die Raumfahrer, kaum dass sie wieder festen Boden unter ihren Füßen haben, in Kasachstan vor die Kameras gezerrt werden.

In Kasachstan ist man stolz, dass von dort aus (noch) die russischen Sojus-Raketen starten und dass ihre Steppe der traditionelle Landeplatz für die von der ISS zurückkehrenden Kosmonauten und Astronauten ist.

So stolz, dass man jede Crew kurz nach der Landung in eine traditionelle kasachische Tracht hüllt und ihnen eine schönen Hut aufsetzt. Diesmal hat es sogar noch für ein Saiteninstrument (weiss jemand wie das Ding heisst?) und eine personalisierte Matroschka gereicht.

Die kanadische Raumfahrtagentur hat auch einen kurzen Youtube-Film dazu:

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New York 2012

Kateryna und ich waren in Amerika. Knapp 14 Tage haben wir in New York City verbracht, dabei Ecken gesehen, die uns aus Film und Fernsehen bekannt vorkamen aber in Wirklichkeit doch ganz anders sind und für uns neue Dinge entdeckt. Und mittendrin haben wir in Montréal Urlaub von New York gemacht.

Und bevor jemand fragt: Nein, ich habe kein einziges Raumfahrt-Museum besucht. Nicht einmal die Enterprise in NYC habe ich gesehen. Ich war schliesslich im Urlaub.

Dafür waren wir in Little Odessa und haben den Stadtteil gesehen, in den ich sofort ziehen würde, haben auf dem Dach des Metropolitan Museums gestanden und in über den Central Park geblickt, haben uns von alten Juden Witze erzählen lassen sind viel mit der Subway, dem Path und Bussen gefahren, haben mit aufrechten Demokraten zwei Presidential Debates im Fernsehen verfolgt und haben in der letzten Nacht in einer rosa Karaokekabine in Korea-Town zwei Amerikanern You’re my heart, you’re my soul vorgesungen. Seriously.

Moderne Zeiten: Russland twittert US-Militärdaten

Zugegeben, die Überschrift ist reisserischer als der eigentliche Sachverhalt. Der aber tatsächlich ganz interessant, wie ich finde.

Die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Novosti unterhält den Twitter-Account @riascience, über den Nachrichten aus dem – im weitesten Sinne – Wissenschaftsbereich verbreitet werden.

Heute tickerte twitterte die Agentur nun:

Es geht um den verloren gegebenen russischen Satelliten Phobos-Grunt, der ürsprünglich zum Marsmond Phobos fliegen und Gesteinsproben zurück zur Erde bringen sollte. Leider ist die Mission fehlgeschlagen und der Satellit steckt in einer niedrigen Umlaufbahn um Erde fest.

Das United States Strategic Command (USSTRATCOM) ist eins der zehn Unified Combatant Commands des United States Department of Defense und ist verantwortlich für die Führung, Ausbildung, Ausrüstung, Verwaltung und Planung sämtlicher Atomstreitkräfte aller Teilstreitkräfte der Vereinigten Staaten. (Quelle: Wikipedia)

Zu USSTRATCOM gehört auch NORAD, das nordamerikanische Luft- und Weltraum-Verteidigungskommando, das über eine Radar-Infrastruktur verfügt, künstliche Objekte in erdnahen Umlaufbahnen zu erfassen und zu katalogisieren. Dieser Katalog ist höchst wertvoll. Er umfasst sehr genaue Bahndaten von Satelliten und Weltraumschrott. Und natürlich auch von militärischen Infrastrukturen im All. Nicht nur denen der USA.

Im Rahmen internationaler Zusammenarbeit in der zivilen Raumfahrt veröffentlicht NORAD bestimmte Daten, wie zum Beispiel diese (sehr vereinfachten) Bahndadaten der missglückten Phobos-Grunt Mission.

Heute morgen um 05:53 UTC (06:53 MEZ) lag das Perigäum (größte Erdnähe) bei 195km, das Apogäum (größte Entfernung) bei 263km.

In dieser Höhe bremst Restatmosphäre das Raumfahrzeug ab, so dass es irgendwann auf die Erde stürzen wird. Aktuell geht man davon aus, dass Phobos Grunt Mitte Januar wiedereintreten wird.

Ntürlich hat Ria Novosti keine amerikanischen Militärgeheimnisse getwittert. Dennoch ein bemerkenswerter Vorgang, den ich so nicht erwartet hätte.

Lupenreiner Beschiss: Ausschnitt aus „ZDF heute show“ viral super erfolgreich – in Russland

Die Welt ist klein. Und sie wird immer kleiner. (Und dafür 2 Euro ins Phrasenschwein bitte) Trotzdem: Gestern Abend schickte mir mein Schwager aus Odessa via Facebook dieses Youtube-Video mit dem Hinweis, ich müsse mir das dringend ansehen. Zufällig hatte ich die Ausgabe der ZDF heute show, der dieser Ausschnitt entstammt, sogar gesehen.

„Ich kenne Moskauer Friedhöfe, da haben sogar 100% der Leichen für Putin gestimmt!“

Dabei handelt es sich um eine „Schalte“ zwischen Show-Gastgeber Oliver Welke und „Moskau-Korrespondent“ Christian Ehring. Im Gespräch werden die russischen Parlamentswahlen und die vermuteten Wahlfälschungen diskutiert. Also durch den Kakao gezogen. Und zwar drastisch.

Das scheint man in Russland zu schätzen. Jemand hat sich die Mühe gemacht, den Ausschnitt auf Russisch zu untertiteln.

1,4 Millionen Views in 2 Tagen

Das Video hat innerhalb von nur 2 Tagen fast 1,4 Millionen Zuschauer gefunden und wird offensichtlich in den sozialen Netzwerken weitergereicht, denn anders sind gerade mal 8 Kommentare unter einem Clip mit so vielen Zugriffen ja kaum zu erklären. Auch dürfte die große Mehrheit der Zuschauer nicht ahnen, wer das Video zu Youtube hochgeladen hat.

Eingestellt hat das Video ein Benutzer, der sich selbst TheSovietStory666 nennt und wohl zu militanten Putin-Gegnern gezählt werden muss, schaut man sich die Gestaltung des Youtube-Profils an. Die dort verlinkte Website ist – soweit ich das verstehe – ein pro-georgisches, anti-russisches Nachrichten- und Diskussionforum. Das ZDF-Video ist das mit Abstand erfolgreichste seiner Anti-Putin Videos und allein für deutlich mehr als 50% aller seiner Videoabrufe verantwortlich.

Letztlich ist es egal, wer das Video übersetzt und eingestellt hat. Es nimmt seinen Weg durch die russisch sprachige Online-Welt. Und das verdammt schnell.

Herzlichen Glückwunsch, „ZDF heute show“-Redaktion

Qype: Golden Apple Boutique Hotel in Moskau

MoscowHotel & UnterkunftHotel

Vorweg: Freiwillig hätte ich mir dieses Hotel nicht ausgesucht. Die Organisation für die ich arbeite, hat Rahmenverträge mit verschiedenen Hotels in Moskau. Für meine Dienstreise im November 2011 hat es mich in den goldenen Apfel verschlagen.

Das Golden Apple ist ein „Boutique Hotel“. Ein Konzept, das auf den ersten Blick interessant ist. Die Zimmer sind modern und hochwertig ausgestattet und ausgestaltet. Das sieht alles ganz schön aus, verströmt aber den Charme eines besseren Einrichtungshauses.

Das Hotel liegt zentral, zur nächsten Metro-Station (Pushkinskaya) sind es keine fünf Minuten zu Fuß, zum roten Platz ist man vielleicht 15 Minuten zu Fuß unterwegs.

Internet gibt es in Lobby und Bar kostenfrei, für stabilen WLAN-Empfang auf dem Zimmer sollte man sich einen entsprechenden (teuren) Zugang kaufen.

Das Frühstück war sehr ordentlich. Empfehlenswert: Die frischen Omeletts oder Rühreier….

Für Ausstattung und Lage sind entsprechende Preise fällig. Ich habe für eine Übernachtung etwa EUR 250 bezahlt.

Mein Beitrag zu Golden Apple Boutique Hotel – Ich bin glueckauf – auf Qype