Molotov-Cocktails, Bereitschaftspolizei und Body Count

Bereitschaftspolizei-Show
(Sehen aus wie Autonome, sind aber Polizisten, Foto: ich)

Beim heutigen Sonntagsspaziergang bin ich zufällig in eine gewaltätige Auseinandersetzung zwischen Autonomen und der Polizei die Feierlichkeiten der Saarländischen Bereitschaftspolizei geraten.

Die fünfzigten nämlich mit und veranstalten auf dem Tblisser-Platz eine Art Demo-Demo:

Um der interessierten Öffentlichkeit zu zeigen, was die Bereitschaftspolizei so alles kann, wurde vor dem Staatstheater das Stück “Autonome Randalierer und wie wir sie festnehmen” gegeben.

Zwei Polizisten, im szenetypischen Outfit (der Hoodie! Vermummt!) schleuderten ein paar Molotov-Cocktails in Richtung ihrer Kollegen, die gegen die Randalierer vorgingen.

Bereitschaftspolizei-Show

Die beiden Pseudoautonomen waren schnell überwältigt und festgenommen.

Bereitschaftspolizei-Show

Schliesslich kam das Einsatzfahrzeug der Polizei mit Blaulicht und Martinshorn um die Störer wegzuschaffen.

Bereitschaftspolizei-Show

Diese Zurschaustellung des staatlichen Gewaltmonopols war für sich genommen schon verstörend. Richtig bizarr allerdings war der Soundtrack zur Polizeidemonstration: Aus den Boxen des LauKW (Lautsprecherkraftwagen) plärrte ein Song von Body Count.

Unfassbar.

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4 Kommentare

  1. jo
    Erstellt am 10.09.2007 um 01:32 | Permanent-Link

    Och, hier nebenan in Bielefeld übt man schonmal das Räumen von Universitäten:

    Etwa 120 Polizeischüler aus Stukenbrock schlüpften in die Rolle von Studenten, die aus Protest gegen die Studiengebühren eine Fachhochschule besetzt hatten. Etwa 70 Beamte der Einsatzhundertschaft hatten die Aufgabe, die Besetzung notfalls mit Gewalt zu beenden. Die Übung war sehr realistisch angelegt. Molotowcocktails flogen durch die Luft, und die heranstürmenden Beamten wurden mit einem Hagel von als Steinersatz dienenden Tennisbällen empfangen. “Bei solchen Übungen gibt es auch schon mal ein paar blaue Flecken”, meinte einer der Ausbilder.

    (Quelle: Neue Westfälische, 25.10.2006)

    Weit interessanter: Die Kamera, die der Herr im legeren Businesskostüm dort auf der Schulter hat: Ist das ein Sony MPEG IMX-Camcorder? Könnte eine MSW-970P (oder gar eine HDcam?) sein, ist ein bisschen schlecht zu sehen. Jedenfalls nichts, was man bei der Polizei vermutet (Kostet ab so 30k aufwärts).

    Nach Regional-TV schaut der Kameramensch auch nicht aus (Kein Kameraschutz, aber einen Windmoppel am Mikro. Die Kamera muss kein Geld verdienen.)? Ein Werbefilmstudio? Wobei die eigentlich nicht mit IMX filmen. Sehr komisch.

  2. Erstellt am 10.09.2007 um 09:06 | Permanent-Link

    jo: der kameramensch ist ein journalist des saarlaendischen rundfunks in der ungewohnten rolle des kameramanns. regional aber immerhin ard ;)

    zum kameratyp kann ich dir nichts sagen. keine ahung.

  3. Erstellt am 10.09.2007 um 11:53 | Permanent-Link

    Das Tarnen als Autonomer lernt man ja offensichtlich auch auf der Polizeischule.

    Ich sag nur: “Entschuldigung, könnten Sie mir bitten den Stein dort reichen, um ihn auf die Ordnungshüter da hinten zu werfen?”

  4. Erstellt am 15.09.2007 um 01:13 | Permanent-Link

    Ein Glück bin ich weit weg von dehemm …

Ein Trackback

  1. [...] Molotov-Cocktails, Bereitschaftspolizei und Body Count Zwei Polizisten, im szenetypischen Outfit (der Hoodie! Vermummt!) schleuderten ein paar Molotov-Cocktails in Richtung ihrer Kollegen, die gegen die Randalierer vorgingen. Die beiden Pseudoautonomen waren schnell überwältigt und festgenommen. Schliesslich kam das Einsatzfahrzeug der Polizei mit Blaulicht und Martinshorn um die Störer wegzuschaffen. Diese Zurschaustellung des staatlichen Gewaltmonopols war für sich genommen schon verstörend. Richtig bizarr allerdings war der Soundtrack zur Polizeidemonstration: Aus den Boxen des LauKW (Lautsprecherkraftwagen) plärrte ein Song von Body Count. Unfassbar. [...]

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