Youtube und GEMA angeblich einig

Gerade höre ich im Radio (!), dass Youtube und GEMA sich geeinigt hätten und dem Start eines deutschsprachigen Youtubes nun nichts mehr im Weg stehe. Die Wirtschaftswoche brachte die Nachricht exklusiv.

Über die Höhe des Betrages, den Google/Youtube an die GEMA überweisen wird, wurde stillschweigen vereinbart. Bis Ende nächsten Jahres sollen Pauschalen bezahlt werden, danach rechne man genau ab.

Da stelle ich mir spontan folgende Fragen:

Was bedeutet das für z.B. deutsche Blogger, die Youtube-Videos mit GEMA-lizensierten Inhalten in ihre Weblogs einbinden? Eigentlich ist das ja nach wie vor rechtlich problematisch. Wird das nun legalisiert oder – was ich mir durchaus vorstellen könnte – wird es diese Funktion im deutschen Youtube gar nicht geben?

Was heisst eigentlich deutschprachiges oder deutsches Youtube genau? Werden existierende Benutzer des amerikanischen Angebotes zwangsumgeleitet? Wird es tatsächlich verschiedene, von einander getrennte Video-Indices geben? Wird der Zugriff auf das amerikanische Youtube dann für deutsche Nutzer gesperrt (oder erheblich erschwert)?

Wieviel bringt der GEMA dieser Deal? Ich könnte mir vorstellen, dass da nicht unerhebliche Summen über den Tisch gehen. Mich würde interessieren, im welchen Verhältnis diese Summen zu den Einnahmen aus der Rechteverwertung von TV und Tonträgerverkauf stehen.

Herr Knüwer, Herr Schröder bitte übernehemen Sie!

4 Antworten auf „Youtube und GEMA angeblich einig“

  1. GEMA fertig, also heißt es nun auf den nächsten Verband warten. Interessant aber dass man sich auf eine Pauschale über einen größeren Zeitraum geeinigt hat, zuletzt hieß es dass die Verhandlungen dadurch verzögert wurden dass die GEMA auch noch die bisherige Nutzung finanziell vergütet haben wollte.

    Ein Festbetrag wie er jetzt für anderthalb Jahre gezahlt wird ist das was Youtube wollte, die GEMA wird vermutlich nun in diesem Zeitraum die Nutzerstatistiken die sie von Youtube erhält mit ihren eigenen Gebührenvorstellungen pro Video vergleichen und dann schauen ob der Festbetrag angemessen scheint.

    Meine Tipps: Nutzer mit deutscher IP-Adresse werden zunächst auf das eingedeutschte de.youtube.com umgeleitet, können aber dann auch jedes andere internationale Portal wählen, mit Cookie oder Nutzeraccount auch permanent. So läuft es überall sonst auch.

    Ich kann mir nicht vorstellen dass Youtube so blöd sein und versuchen wird für Deutschland komplett getrennte Inhalte anzubieten, lediglich einen Filter für rechtsextremes Material u.Ä. dürfte es ähnlich wie bei Google für das deutsche Portal geben.

    Dass das Einbinden verboten wird kann ich mir dann auch nicht vorstellen, wäre zu leicht zu umgehen.

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