dpa über Mp3-Blogs

Au Weia. Gestern hat die dpa einen Artikel über Mp3-Blogs veröffentlicht, der es auch in die Welt Kompakt (hey, die liegt an meiner Bushaltestelle aus) geschafft hat.

Ich habe selten einen so oberflächlichen, verwirrenden Artikel über Mp3-Blogs gelesen wie diesen. Denn eigentlich geht es eher um Radio- und Videosender wie last.fm oder tunespoon.tv. Natürlich fehlt beim Bussword Shootout nicht der Hinweis auf MySpace, das allenernstes lapidar als Mp3-Blog bezeichnet wird. Und natürlich wird noch einmal die Legende der Arctic Monkeys und von Clap Your Hands And Say Yeah erzählt.

Niedlich auch, ausgerechnet einen BITKOM-Vertreter zu zitieren:


„Der Hauptreiz der Musik-Blogs ist, dass jeder schnell und ohne großen Aufwand seine Stücke veröffentlichen kann“, erklärt Florian Koch, Bereichsleiter Digitale Medien beim Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in Berlin. Auch sei es reizvoll, dass andere Nutzer den Beitrag direkt kommentieren können, sagt Koch: „Für unbekannte Bands ist es eine Möglichkeit, ihr Publikum zu finden.“

Echt jetzt?

Ein ganz kleines bisschen mehr Recherche bitte. Oder mehr Reflexion bei der Übernahme von dpa-Material. Nach meinem Verständnis sind Mp3-Blogs solche, wie sie z.B. hier oder da gelistet werden. Oder verstehe ich da was falsch?

Veröffentlicht von Andreas

Andreas Schepers leitet die Kommunikation des Berliner Labors des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, DFKI. Hier schreibt er privat über Dinge, die ihn interessieren: Astronauten, Pop, etc... und KI.

Beteilige dich an der Unterhaltung

6 Kommentare

  1. ja so ist das mit dem journalismus, ab und an tut es weh, wenn ich so manche a-blogs über wissenschaft und hitec bloggen sehe, dreht sich auch mir alles um, da werden die ollen kamellen rausgehauen am laufenden band … also: nimm es leicht andreas, das ist der preis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.