Multimodale Benutzerschnittstelle

Ethertouch

Huch, da kündigt Ethertouch die Ankunft von Minority-Report-Technologien für das nächste Jahr an und ein Raunen geht durch den Blätterwald die Blogsphäre.

Ethertouch will eine Technologie entwickelt haben, die es ermöglichen soll – wie Tom Cruise in Minority Report – Computer per Gestik zu steuern. Der Clou daran ist, wenn er denn wirklich schon marktreif ist, der Optik-Chip, der Steuerbewegungen (Gesten) im drei-dimensionalen Raum richtig erfassen und auswerten kann.

Leider gibt es dazu kein Demo-Video, das die Technologie in Aktion zeigt. Das Potential ist allerdings gewaltig. Die ersten Einsätze eines solchen Chips werden wir wohl in der Spieleindustrie sehen. Vielleicht als Erweiterung einer Konsole, ähnlich wie Eyetoy einer 2D-Gesten-Erkennung für die Playstation.

Prof. Wahlster am SmartKom Kiosk

Unterdessen wird weiter an multi-modalen Mensch-Maschine Schnittstellen geforscht. Denn die Technologie zur Erfassung von Bewegung im Raum zu entwickeln löst nur einen Teilaspekt des Problems, Menschen die Benutzung von Computern einfacher zu machen. Das BMBF-Projekt SmartKom z.B., zeigt, wie ein mulit-modaler Dialog zwischen Mensch und Maschine aussehen kann. Hier werden die Modalitäten Sprache, Gestik, Mimik und Haptik des Menschen ausgewertet. Das System erkennt so sogar die Stimmung des Benutzers und kann diese Auswerten, um die gewünschte Information neu aufzubereiten und zu präsentieren.

SmartKom-Videos gibt es hier zum Download.

Mit der blossen Gestenerkennung ist es also noch nicht getan. Wichtig sind Dialog-Szenarien, in denen Gestik sinnvoll eingesetzt werden kann. Daher denke ich, werden die ersten Anwendungen des Ethertouch-Chips wohl tatsächlich in Spielen zu finden sein, in denen die Interaktions- und Dialog-Szenarien nicht allzu komplex sein werden.

Autor: Andreas Schepers

Andreas Schepers macht beruflich was mit PR, Media Relations und Social Media für Raketen, Satelliten und Astronauten. Hier schreibt er privat über Dinge, die ihn interessieren. Von Wissenschaftskommunikation, Online-PR über Netzpolitik zu Astronauten, Pop, etc.

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