Jetzt in Deinem Sonnensystem: Stärkster Sonnenstrum seit 2005

Aktuell in den Medien und in meinem klein Feld, Wald und Weltraum-Blog. Der Sonnensturm.

Nach Angaben der NASA ist dies der stärkste Sturm seit 2005. Die Sonneneruption erfolgte am 22. Januar mit einer in Richtung Erde zielenden CME (Coronal Mass Ejection).

Die elektrisch geladenen Teilchen der CME bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 2250 km/Sekunde durch das All und treffen aktuell auf die Erdatmosphäre.

Das könnte für sehr gut sichtbare Polarlichter sorgen, vielleicht sogar weiter südlich als normalerweise. Norddeutsche haben heute Abend eventuell gute Chancen. Ob weitere Auswirkungen wie Stromausfälle auf der Erde zu beobachten sein werden, bleibt abzuwarten.


Twitter als Community-Tool in der Raumfahrtkommunikation

Meine geschätzte Kollgin Stephanie Schierholz ist Social Media Managerin bei der NASA. Gerade hat sie auf Slideshare eine Präsentation darüber veröffentlicht, wie die NASA ihre #NASATweetups organisiert. Das ist nicht nur für Raumfahrtkommunikatoren interessant, denn das Tweetup-Format dürfte sich auch hervorragend für andere Wissenschaftsorganisationen adaptieren lassen:

Über das erste europäische #SpaceTweetup im September 2011 von ESA und DLR nach NASA-Vorbild, habe ich hier etwas geschrieben.


Vierviertel: Dokumentarfilm über das Nauwieser Viertel in Saarbrücken

Vierviertel from BUNKHOUSE – Philipp Majer on Vimeo.

Aktuell rauscht ein kleiner Hype durchs Netz: Obwohl schon über zwei Jahre alt, wird aktuell die kleine Doku über das Nauwieser Viertel, Vierviertel, in den sozialen Netzwerken von Saarländern und Ex-Saarländern weitergereicht. Völlig zu Recht natürlich. Philipp Majers Blick auf das Viertel ist frisch und überrascht.

Und mich beschleicht ein Gefühl der Wehmut beim Anblick dieser Bilder: Ich vermisse mein Viertel.

via Markus


Wie viele Bäume müssen für das neue Holbeinviertel in Frankfurt Sachsenhausen fallen?

Pappeln

Frankfurt am Main wächst. Schnell. An vielen Stellen in der Stadt wird gebaut, altes Gewerbe- in neues Wohngebiet umgewandelt. So auch im südlichen Stadtteil Sachsenhausen, wo das neue Holbeinviertel entstehen soll.

Das neue Quartier, das 38 Einfamilienhäuser und weitere Wohnhäuser mit insgesamt 158 Eigentumswohnungen umfassen soll, wird in einer engen Schneise entstehen. Eingefasst zwischen stark befahrenen Schienenstrecken (S-Bahn, Fernverkehrs- und Güterzüge) und Oskar-Sommer-Straße bzw. Burnitzstraße.

Das Holbeinviertel wird von der Projektentwicklungsgesellschaft Holbeinviertel entwickelt, ein Projekt von Hochtief Solutions AG formart Rhein Main und der Wilma Wohnen.

Versprochen werden repräsentative Penthouse-Wohnungen mit Skyline-Blick.

Zuletzt wurde der Baubeginn für April 2012 angekündigt.


Größere Kartenansicht

Auf diesem Google-Maps-Ausschnitt sind noch Gebäude des ehemaligen Güterbahnhofs Süd zu sehen, die inzwischen abgerissen worden sind.

Ich wohne in einem der Häuser, in deren Rücken das Holbeinviertel entstehen soll. Das Bild oben zeigt den aktuellen Blick aus dem Wohnzimmer auf die Bäume, die “unsere” Parzelle vom ehemaligen Bahngelände trennt. Dort stehen leider auch die Bäume. Und die müssen nun weichen.

Gefährderter Baumbestand: “etwa” 25 Bäume

Nachdem im Dezember überraschend mit Bauarbeiten begonnen wurde, habe ich am 10.01.2012 beim zuständigen Stadtplanungsamt nachgefragt, ob und in welchem Umfang Bäume gefällt werden sollen:

Wie Sie sicherlich wissen, befinden sich zwischen den Grundstücken an der Oskar-Sommer-Straße und dem ehemaligen Bahngrundstück eine Anzahl grosser, schöner Bäume.

Mich interessiert nun: Was passiert mit diesen Bäumen. Bleiben sie unangetastet, werden sie gefällt?

Wenn ja, warum? Welche Bäume sind davon betroffen und wann soll das passieren?

Ist eine Ersatzbepflanzung vorgesehen? Wenn ja, wie sieht diese aus?

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass ich Ihre Antwort, bzw. Teile davon, ggf in meinem privaten Weblog unter http://www.andreas.de/ veröffentlichen werde.

Ich freue mich auf Ihre Antworten und bedanke mich vorab!

Inzwischen informierte aber auch der Bauträger über die bevorstehenden Rodungen: In einem Schreiben vom 16.01.2012 an Anlieger und Bewohner der angrenzenden Straßen, informiert die Projektentwicklungsgesellschaft Holbeinviertel mbh & Co KG darüber, dass sie den Baumbestand ausdünnen werden. Der Baumbestand sei von einem Baumgutachter untersucht worden und es gäbe eine Bäume, die nicht mehr verkehrssicher seien oder im Rahmen der Baumaßnahmen nicht erhalten werden könnten.

Für das Stadtplanungsamt antwortet am 20.01.2012 ein Pressesprecher auf meine Anfrage:

Planerischer Wille ist, dass die vorhandene Böschung in ihrer Grundkonzeption als Grüngürtel erhalten wird. Entsprechend einer gutachterlichen Erhebung müssen aber entlang der vorhandenen Nordböschung verschiedene Bäume aus Gründen der Verkehrssicherheit gerodet werden. Es handelt sich hierbei insbesondere um Hybrid-Pappeln. Laut Fällantrag müssen etwa 25 Bäume gerodet werden. Hierfür ist ein 1:1 Ersatz geplant. Der erforderliche Haupteingriff findet auf der nordwestlichen Seite im Bereich der bestehenden Hybrid-Pappeln statt. Hier wird jedoch auch versucht einzelne Pappeln zu erhalten, so dass die Fläche nicht komplett freigestellt wird.

Dort, wo die erforderlichen Rodungen durchgeführt werden, sollen unmittelbar neue Laubgehölzhochstämme aufgepflanzt werden. Als Leitgehölz soll hier die Hainbuche dienen. Die Hainbuche ist auf Grund der Verschattungslage und der teilweise beengten Verhältnisse am besten geeignet. In Aufweitungsbereichen und Flächen mit mehr Belichtung sollen weitere Gehölze wie beispielsweise Eschen eingesetzt werden. Der teils erheblich vorhandene Unterwuchs soll erhalten und nur im Rahmen einer Pflegemaßnahme ausgeputzt werden. Flächen ohne Unterwuchs sollen mit Feldgehölzen ergänzend aufgepflanzt werden.

Alles im grünen Bereich also?

Vielleicht.

Etwa 25 Bäume sollen laut Fällantrag also weichen. Was heisst in diesem Zusammenhang “etwa”? Doch nur 20? Oder eher 30? Eine Untersuchung durch einen Baumgutachter sollte meiner Meinung nach doch eine präzise Zahl zum Ergebnis haben.

Immerhin wird umfangreiche Ersatzbepflanzung und die Erhaltung der Böschung als Grüngürtel versprochen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Rodungen auswirken. Klar ist, dass der oben gezeigte Blick aus unserem Wohnzimmer schon recht bald der Vergangenheit angehören dürfte. Schade.

Eine interessante Diskussion über das Holbeinviertel und seine Planung seit 2007 gibt es im diesem Thread im Deutschen Architektur Forum, Hintergrundinformationen wie Bebauungspläne etc., können bei Frankfurt Gestalten abgerufen werden. Auch das Stadtplanungsamt der Stadt Frankfurt hält offizielle Informationen vor.


Im Zeitraffer: Die Internationale Raumstation ISS über Afrika und vor der Milchstraße

Seit einiger Zeit tauchen immer wieder tolle Videos von der Raumstation auf. Dieses hier zeigt Aufnahmen eines Flugs über Afrika vom 29. Dezember 2011 von 20:55:05 bis 21:14:09 UCT.

Noch mehr Erdbeobachtungsvideos von Astronauten drüben bei der NASA.

via:


Musik-Palindrom: So klingt unser Sonnensystem

So etwas finde ich ja toll. Auch weil ich es nur so halbwegs verstehe: Jedem Planeten unseres Sonnensystem wird eine bestimmte Note zugewiesen, die Bewegungen der Planeten unseres Sonnensystems ergeben die Melodie. Hört sich kompliziert an, klingt aber großartig:

via Brain Pickings


Moderne Zeiten: Russland twittert US-Militärdaten

Zugegeben, die Überschrift ist reisserischer als der eigentliche Sachverhalt. Der aber tatsächlich ganz interessant, wie ich finde.

Die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Novosti unterhält den Twitter-Account @riascience, über den Nachrichten aus dem – im weitesten Sinne – Wissenschaftsbereich verbreitet werden.

Heute tickerte twitterte die Agentur nun:

Es geht um den verloren gegebenen russischen Satelliten Phobos-Grunt, der ürsprünglich zum Marsmond Phobos fliegen und Gesteinsproben zurück zur Erde bringen sollte. Leider ist die Mission fehlgeschlagen und der Satellit steckt in einer niedrigen Umlaufbahn um Erde fest.

Das United States Strategic Command (USSTRATCOM) ist eins der zehn Unified Combatant Commands des United States Department of Defense und ist verantwortlich für die Führung, Ausbildung, Ausrüstung, Verwaltung und Planung sämtlicher Atomstreitkräfte aller Teilstreitkräfte der Vereinigten Staaten. (Quelle: Wikipedia)

Zu USSTRATCOM gehört auch NORAD, das nordamerikanische Luft- und Weltraum-Verteidigungskommando, das über eine Radar-Infrastruktur verfügt, künstliche Objekte in erdnahen Umlaufbahnen zu erfassen und zu katalogisieren. Dieser Katalog ist höchst wertvoll. Er umfasst sehr genaue Bahndaten von Satelliten und Weltraumschrott. Und natürlich auch von militärischen Infrastrukturen im All. Nicht nur denen der USA.

Im Rahmen internationaler Zusammenarbeit in der zivilen Raumfahrt veröffentlicht NORAD bestimmte Daten, wie zum Beispiel diese (sehr vereinfachten) Bahndadaten der missglückten Phobos-Grunt Mission.

Heute morgen um 05:53 UTC (06:53 MEZ) lag das Perigäum (größte Erdnähe) bei 195km, das Apogäum (größte Entfernung) bei 263km.

In dieser Höhe bremst Restatmosphäre das Raumfahrzeug ab, so dass es irgendwann auf die Erde stürzen wird. Aktuell geht man davon aus, dass Phobos Grunt Mitte Januar wiedereintreten wird.

Ntürlich hat Ria Novosti keine amerikanischen Militärgeheimnisse getwittert. Dennoch ein bemerkenswerter Vorgang, den ich so nicht erwartet hätte.


Mp3: Beirut – live in Washington D.C., 14.12.2011

Beirut @ Lunario del Auditorio Nacional
Foto: Krudo

Beirut. Eine Band, die ich schon im letzten Jahrzehnt mal drüben bei Spreeblick geradezu euphorisch besprochen habe. Vier Jahre später ist sie immer noch da, die Euphorie für die Folkgruppe um Sänger Zach Condon.

Obwohl sie sich zuletzt ein wenig von osteuropäischen Einflüssen weg zu bewegen schienen, sind sie live immer noch das, was sie schon damals waren. Eine kraftvolle Band, die scheinbar mühelos einen transatlantischen Bogen von US-Indierock zu europäischer Polka schlägt.

Als leicht verfrühtes Weihnachtsgeschenk hat jetzt das National Public Radio (vielleicht am ehesten mit dem öffentlich rechtlichen Deutschlandradio hierzulande zu vergleichen) ein vier Tage altes Beirut-Konzert als MP3-Mitschnitt veröffentlicht. Zum Herunterladen und lieb haben. Oder zum Verschenken. Denn wer die letzte Arcade Fire mochte, wird auch dieses Konzert lieben. Oder so.

via @Halfinho
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Lupenreiner Beschiss: Ausschnitt aus “ZDF heute show” viral super erfolgreich – in Russland

Die Welt ist klein. Und sie wird immer kleiner. (Und dafür 2 Euro ins Phrasenschwein bitte) Trotzdem: Gestern Abend schickte mir mein Schwager aus Odessa via Facebook dieses Youtube-Video mit dem Hinweis, ich müsse mir das dringend ansehen. Zufällig hatte ich die Ausgabe der ZDF heute show, der dieser Ausschnitt entstammt, sogar gesehen.

“Ich kenne Moskauer Friedhöfe, da haben sogar 100% der Leichen für Putin gestimmt!”

Dabei handelt es sich um eine “Schalte” zwischen Show-Gastgeber Oliver Welke und “Moskau-Korrespondent” Christian Ehring. Im Gespräch werden die russischen Parlamentswahlen und die vermuteten Wahlfälschungen diskutiert. Also durch den Kakao gezogen. Und zwar drastisch.

Das scheint man in Russland zu schätzen. Jemand hat sich die Mühe gemacht, den Ausschnitt auf Russisch zu untertiteln.

1,4 Millionen Views in 2 Tagen

Das Video hat innerhalb von nur 2 Tagen fast 1,4 Millionen Zuschauer gefunden und wird offensichtlich in den sozialen Netzwerken weitergereicht, denn anders sind gerade mal 8 Kommentare unter einem Clip mit so vielen Zugriffen ja kaum zu erklären. Auch dürfte die große Mehrheit der Zuschauer nicht ahnen, wer das Video zu Youtube hochgeladen hat.

Eingestellt hat das Video ein Benutzer, der sich selbst TheSovietStory666 nennt und wohl zu militanten Putin-Gegnern gezählt werden muss, schaut man sich die Gestaltung des Youtube-Profils an. Die dort verlinkte Website ist – soweit ich das verstehe – ein pro-georgisches, anti-russisches Nachrichten- und Diskussionforum. Das ZDF-Video ist das mit Abstand erfolgreichste seiner Anti-Putin Videos und allein für deutlich mehr als 50% aller seiner Videoabrufe verantwortlich.

Letztlich ist es egal, wer das Video übersetzt und eingestellt hat. Es nimmt seinen Weg durch die russisch sprachige Online-Welt. Und das verdammt schnell.

Herzlichen Glückwunsch, “ZDF heute show”-Redaktion


Qype: Golden Apple Boutique Hotel in Moskau

MoscowHotel & UnterkunftHotel

Vorweg: Freiwillig hätte ich mir dieses Hotel nicht ausgesucht. Die Organisation für die ich arbeite, hat Rahmenverträge mit verschiedenen Hotels in Moskau. Für meine Dienstreise im November 2011 hat es mich in den goldenen Apfel verschlagen.

Das Golden Apple ist ein “Boutique Hotel”. Ein Konzept, das auf den ersten Blick interessant ist. Die Zimmer sind modern und hochwertig ausgestattet und ausgestaltet. Das sieht alles ganz schön aus, verströmt aber den Charme eines besseren Einrichtungshauses.

Das Hotel liegt zentral, zur nächsten Metro-Station (Pushkinskaya) sind es keine fünf Minuten zu Fuß, zum roten Platz ist man vielleicht 15 Minuten zu Fuß unterwegs.

Internet gibt es in Lobby und Bar kostenfrei, für stabilen WLAN-Empfang auf dem Zimmer sollte man sich einen entsprechenden (teuren) Zugang kaufen.

Das Frühstück war sehr ordentlich. Empfehlenswert: Die frischen Omeletts oder Rühreier….

Für Ausstattung und Lage sind entsprechende Preise fällig. Ich habe für eine Übernachtung etwa EUR 250 bezahlt.

Mein Beitrag zu Golden Apple Boutique Hotel – Ich bin glueckauf – auf Qype